Dr. Theo Zwanziger neuer Träger der Konrad-Adenauer-Plakette

140104 Konrad-Adenauer-Plakette bergabe 2013In einem würdigen Festakt verliehen die CDU-Landesvorsitzende Julia Klöckner und CDU-Kreisvorsitzende Gabi Wieland Dr. Theo Zwanziger die höchste Auszeichnung, die die CDU-Westerwald zu vergeben hat.

Nach der Begrüßung der Gäste, darunter die früheren Preisträger Dr. Norbert Heinen und Heinz Schwarz, MdB Joachim Hörster, MdL Ralf Seekatz, Landrat Achim Schwickert und Bundestagskandidat Dr. Andreas Nick, und Vorstellung von Dr. Zwanziger durch Gabi Wieland oblag es Julia Klöckner das Leben und Wirken des Preisträgers zu würdigen. Sie hob hervor, dass Dr. Zwanziger immer ein sehr bodenständiger Mensch geblieben sei. Bei ihm habe man immer den Eindruck, er sei der Mensch von nebenan. In seiner Arbeit für den Westerwald als Dezernent der Kreisverwaltung, als Regierungspräsident aber auch in seinen Sportämtern habe er Führungspositionen immer als Verantwortung verstanden, die ihn verpflichtet hätten, neue Akzente zusetzen und sich nicht im Glanze des Amtes zu sonnen. Er habe beherzigt, dass nur der, der auch mal gegen die Masse laufe, in der Lage sei, Geschichte zu schreiben. Sein Wirken sei ein Beispiel und eine Aufforderung für kommende Generationen, sich zu engagieren und zu seinen Idealen zu stehen.

Dr. Theo Zwanziger zeigte sich hoch erfreut über die Ehrung. Dabei lobte er etwas scherzhaft seine Laudatorin. Julia Klöckner habe ihre Aufgabe erfüllt, indem sie nur positives über ihn berichtet habe. Eigentlich habe er nach seinem Verzicht auf das Amt des DFB-Präsidenten keine Auszeichnungen mehr annehmen wollen, bei einer Ehrung in der Heimat mache er jedoch gerne eine Ausnahme. Diese sei etwas ganz besonderes, zumal der Namensgeber der Plakette Konrad Adenauer (neben Fritz Walter und dem ungarischen Fußballer Ferenc Puskás) eines seiner Jugendidole sei. Gerade an Adenauer bewundere er, dass dieser die demokratische Zukunft Deutschland geprägt, die Aussöhnung mit Frankreich geschafft und die Freiheit und Würde des einzelnen in den Mittelpunkt gestellt habe. Adenauer habe über Grenzen hinaus gedacht. So habe er als junger Mann auch mit dem Beitritt in die CDU Flagge für diese Politik zeigen wollen. Seine Verbindungen mit den früheren Preisträgern Dr. Heinen (mein Chef, ein großer Gestalter) und Heinz Schwarz (hat mich mit Egidius Braun bekannt gemacht und damit die Tätigkeit beim DFB angestoßen) hob er ausdrücklich hervor. Zum Abschluss seiner Dankesworte hielt er ein flammendes Plädoyer für das Ehrenamt und mahnte zu Toleranz und Bescheidenheit. Dabei beschrieb er sich selbst als einen optimistischen und glücklichen Menschen, der durch christliche Werte geprägt sei. Dem anderen müsse man die versöhnende Hand statt die Faust reichen. Keiner habe das Recht, sich über andere zu erheben. Nachdrücklich setzte er sich für die Mitwirkung von Frauen in Staat und Gesellschaft ein, weil dies nicht zuletzt auch den Männern nutze.

Zum Abschluss der Veranstaltung, die vom Blasorchester Marienstatt musikalisch untermalt wurde, beschrieb Werner Daum seinen Freund mit launigen Worten, die zum Schmunzeln verführten und bei denen er oftmals ins ‚Platt' wechselte. Dabei berichtete er u.a vom Westerwälder ‚Müllsee' oder von Sitzungen des Kreisrechtsausschusses und betonte dabei das stets menschliche Auftreten von Theo Zwanziger.