Dorfkerne als Herzensanliegen

Mehr Aktivitäten auf Verbandsgemeindeebene forderten Teilnehmer einer Veranstaltung des CDU-Ortsverbandes Hattert und des CDU-Gemeindeverbandes Hachenburg zum Thema „Sterben die Dorfkerne aus?". CDU-Ortsvorsitzender Klaus Krämer konnte als Gesprächspartner Bürgermeister Klaus Lütkefedder aus Wallmerod begrüßen.

Axel Scheffen verwies in einer kurzen Einführung darauf, dass bei der Erschließung von Neubaugebieten oft kostbare Flächen für die Land- und Forstwirtschaft verloren gehen. Zukünftig müsse der vorhandene Bedarf an Wohnflächen stärker innerörtlich gedeckt werden.

Wie können Kommunen mit der Situation umgehen, dass Dorfkerne weiter aussterben, die Bausubstanzen bröckeln und die Ortsmitte zunehmend unattraktiv für die Nachfolgegeneration wird. Es fehlt dort an Leben und Schwung. Praxiserprobte Antworten darauf gab Bürgermeister Klaus Lütkefedder. Er stellte das Projekt „Leben im Dorf – Leben mittendrin" aus der Verbandsgemeinde Wallmerod vor und machte gleichzeitig deutlich, dass für jede Region eigene Ausgestaltungen zur Wiederbelebung der Dorfkerne möglich sind.

Detailliert schilderte Klaus Lütkefedder die einzelnen Schritte, um die Sanierung von Wohngebäuden bzw. den Neubau im Ortskern attraktiv zu machen. Zuschussanträge werden im Regelfall innerhalb von 10 Arbeitstagen entschieden. In der Verbandsgemeinde Wallmerod wurden zwischenzeitlich 159 Objekte finanziell gefördert. Von diesen Baumaßnahmen profitiert im erheblichen Umfang das heimische Handwerk. Auch gesamtwirtschaftlich kann das Projekt für die Kommunen als Erfolg gewertet werden.

CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Karl-Heinz Boll forderte eine parteiübergreifende Initiative, um Anreize und Lösungen gegen ausblutende Dorfkerne für die Dörfer in der Verbandsgemeinde Hachenburg zu erarbeiten. Insbesondere die kleinen Dörfer müssten hierbei durch eine aktive Verwaltung unterstützt werden. Die Thematik müsse zum Herzensanliegen werden.